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PLDC 2009 – A Step Ahead - To leave the crises behind! Die 2. Professional Lighting Design Convention in Berlin vom 28. bis 31. Oktober 2009 war mit 1130 Teilnehmern aus 57 Nationen allen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zum Trotz ein großartiger Erfolg. Entgegen dem allgemeinen Wirtschaftstrend war es den Veranstaltern gelungen, die zukunftsweisenden Themen der Lichtdesignbranche aufzugreifen und in 70 hochwertige Fachvorträge zu verpacken. Der Level der Diskussionen der Teilnehmer wie auch der 46 ausstellenden Hersteller belegt, dass der Lichtdesigner mit seinem Tätigkeitsprofil ein modern angelegter Beruf ist, der in der Zukunft an Bedeutung gewinnen wird. Weitere neue Ausbildungsgänge auf Hochschulebene und Weiterbildungsmaßnahmen beschleunigen diesen Prozess. Zwei Hauptthemen beherrschten die Veranstaltung und wiesen auf die anstehenden Aufgaben im Lichtdesign hin. Zum einen sind es die Veränderungen und riesigen Investitionen in der öffentlichen Beleuchtung, die damit verbundenen gestalterischen Ansätze, wie auch den Möglichkeiten LED-Technologie und zum zweiten das Tageslichtdesign, welches auf Grund des Energieeinsparpotentials und der Gesundheitsaspekte an Bedeutung gewinnt. Für beide Aufgaben gilt es, sich als Lichtdesigner intensiver als bisher vorzubereiten.
In einem zusätzlichen Treffen für Stadtplaner wurde über die riesigen Zukunftsaufgaben diskutiert. Als höchst erfolgreich und ermutigend können die Erfahrungen beschreiben werden, die Städte wie Glasgow, Liverpool, Alingsas und Oslo mit hochwertiger Beleuchtung in sozialkritischen Bereichen sowie mit Dimmsystemen für ganze Stadtteile gemacht haben. Eine Aufwertung der Beleuchtung hat nachweislich zu einer besseren Akzeptanz der Beleuchtung geführt. Studien in Schweden haben belegt, dass intelligentes Lichtdesign mit humanen nichtmonochromatischen Lichtfarben bis zu 40% weniger Polizeieinsätze zur Folge hatte. Gestaltete Beleuchtung gewinnt damit an ökonomischer wie auch sozialer Bedeutung. Glasgow hat deshalb ein Investitionsprogramm aufgelegt, welches eine bessere Beleuchtung auch außerhalb des touristisch relevanten Stadtkerns zum Ziel hat. Investitionen, die auf Grund der geforderten Energieeinsparung geplant sind, bieten gleichzeitig auch den Ansatz einer besseren Gestaltung. Der Schwerpunkt der diesjährigen PLDC lag allerdings in der Tageslichtarchitektur. Diverse Vorträge (Deborah Burnett, George Brainard, Dieter Kunz) beinhalteten die Bedeutung von Lichtqualität für Mensch und Gesundheit, die durch die wissenschaftliche Forschung im Bereich der Chronobiologie belegt werden. Das Verständnis für die Vorgänge, die Tageslicht, mangelnden Tageslicht oder auch Kunstlicht auf den menschlichen Körper hat, sind die Basis für epigenetisches Design, Gestaltung auf der Basis von wissenschaftlichen Fakten. Lichtdesign ist damit nicht mehr nur eine Disziplin nach Gefühl, sondern eine, die nach harten Fakten der Gestaltung erlernt werden kann.
Ein weiterer wichtiger Aspekt im Bereich des Tageslichtdesigns ist die energetische Nutzung des Tageslichtes und die Gestaltungsmöglichkeiten, die uns das Tageslicht bietet. Die aktuellen Diskussionen in Kopenhagen beinhalten, dass sich die Gesellschaft und Zivilisation bis zum Jahr 2050 grundlegend verändern wird. Architektur wird energieoptimiert ausgelegt sein. Tageslicht wird wieder zentraler Bestandteil der Lichtplanung sein. Doch noch gibt es nur wenige Lichtplaner, die auch Expertise in der Tageslichtgestaltung vorweisen können. Lichtplaner, die sich ausschließlich auf die Kunstlichtplanung festlegen, werden in der Zukunft kaum konkurrenzfähig sein. Schon jetzt gibt es gültige Bauordnungen in Teilen Europas, die ein Tageslicht integriertes Konzept verlangen.
Besuchen Sie: www.pld-c.com (Die offizielle PLDC Website)
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